Alien Storm für den Sega Megadrive. Was, kennt ihr nicht? Keine Sorge, da seid ihr sicherlich nicht allein, da es sich um den ausgestoßenen kleinen Bruder von Golden Axe handelt. Verstecken muss sich Alien Storm allerdings keineswegs, da es mit einigen Features kommt, welche in weiterer Folge leider nicht für die Golden Axe Fortsetzungen übernommen wurden.

Damals habe ich mir Alien Storm von einen Schulkollegen geliehen und es eher abstoßend gefunden. Ob ich es heute positiver aufnehme? Wir werden sehen, denn gemeinsam mit meiner Spieletesterin Victoria habe ich mich hinters Controllpad geklemmt und Alien Storm gezockt. Wie immer wird nun erstmal das Spiel beschrieben und am Ende gibts dann das Treffen der Generationen, bei welchem wir Beide unseren Senf dazugeben. Spoileralarm: Die teilweise vernichtend niedrigen Bewertungen sind unserer Meinung keinesfalls gerechtfertigt.

Bildschirmfoto 2017 07 15 um 19.37.19 - Alien Storm (Sega Megadrive, 1990)
Bildschirmfoto 2017-06-18 um 20.16.15

Angriff der Klon-Krieger?

Nun, der erste Eindruck verheißt nichts Gutes. Ein Side-Scroller, Couch Coop, ein Special Move, 3 wählbare Figuren – haben wir es mit einem dreisten Abklatsch von Golden Axe zu tun? Nun sind wir einmal nicht zu voreingenommen und starten eine Coop-Partie und kommen zur Charakterauswahl – Riesentotenkopf inklusive – argh!

Wir haben die Wahl zwischen Männlein, Weiblein und einem Androiden. Na gut, na gut – die Gemeinsamkeiten sind kaum zu übersehen. Zur Entwarnung: Alles bleibt in der Familie, denn Entwickler und Publisher sind bei Golden Axe und Alien Stom ident. Somit sind die Parallelen natürlich nicht reiner Zufall sondern gewollt. Alien Storm sollte wohl eher als Spinoff verstanden werden, kommt aber an die Qualität des großen Vorbilds leider nicht heran.

Jap, das ist die Charakterauswahl. Golden Axe lässt grüßen...
Jap, das ist die Charakterauswahl. Golden Axe lässt grüßen...

Alles nur geklaut?

Wer Golden Axe gespielt hat, kennt auch auch Alien Storm – zumindest das Meiste davon. Ab und zu flüchten Zivilisten gescriptet vor den Aliens, wir prügeln mit unseren Nahkampfwaffen auf die Aliens ein und jeder Charakter hat einen Special Move. Klar ist natürlich das Setting komplett überarbeitet. Statt Fantasyfiguren ist Alles auf High-Tech und Aliens getrimmt und die Kobolde wurden komplett gestrichen. Energie für die Waffe und Special-Move, sowie Lebensenergie erhaltet ihr nun direkt von Gegnern. Das ist auch gut so, denn ist eure Energie aufgebraucht (Angriffe und Special Move nutzen das gleiche Energiekontingent), tut eure Waffe ebenfalls nichts mehr und dient nur noch als Schlagstock. Nicht, dass die Reichweite der Waffe mit Energie viel größer wäre, aber immerhin ist sie stärker.

Vorsicht vor den Mülltonnen - in ihnen können sich schleimige Tentakelaliens verstecken!
Vorsicht vor den Mülltonnen - in ihnen können sich schleimige Tentakelaliens verstecken!

Und doch ist es anders

Alien Storm bringt trotzdem einige Neuerungen mit. Am auffälligsten sind neben den normalen Levels die kleinen Special-Abschnitte. Mal läuft ihr unaufhaltsam einen Level ab und müsst Aliens abschießen, sowie Abschnitte überspringen, mal wechselt das Spielgeschehen in eine Art Egoansicht. In diesen besonders unterhaltsamen Abschnitten wird Alien Storm ein Railshooter. Zerstörung pur, so soll es sein! Diese Sequenzen machen das Spielgeschehen wunderschön abwechslungsreich. Diese Abwechslung hätte ich mir gerne auch für die Gegner gewünscht, denn besonders in den „normalen“ Abschnitten ist Gegnervielfalt Mangelware. Ebenfalls wirkt es recht seltsam, dass in den Spezialabschnitten geschossen werden kann, die Waffe sonst jedoch nur eine Nahkampfwaffe ist.Dafür sind Zwischen-, und Endgegner nett gestaltet und könnten teilweise auch aus Splatterhouse entsprungen sein.

Alien Storm wartet mit abwechslungsreichen Zwischensequenzen, wie diesem 3D Shooterabschnitt, auf.
Alien Storm wartet mit abwechslungsreichen Zwischensequenzen, wie diesem 3D Shooterabschnitt, auf.

Treffen der Generationen

Leo(35): Im 2 Spieler Couch-Coop macht Alien Storm mindestens genausoviel Spaß wie Golden Axe. Wobei ich, wenn ich ganz ehrlich bin, Alien Storm vielleicht ein klein wenig bevorzuge. Ja, ich weiß, Schande über mich. Alien Storm ist jedoch einfach abwechslungsreicher, auch wenn es wie ein billiger Abklatsch aus einer chinesischen Hinterhofsoftwareschmiede wirkt.


Victoria(9): Mir hat Alien Storm superviel Spaß gemacht. Manchmal war es ein wenig langweilig, aber meistens lustig. Besonders witzig waren die Levels mit den Laserstrahlen (=Railshooterpassagen). Die Special Moves sind langweilig, darum habe ich sie nie benutzt.

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3 Kommentare auf "Alien Storm (Sega Megadrive, 1990)"

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YesterPlay80
Gast

Klar, die Parallelen sind eindeutig, aber mir gefällt „Alien Storm“ bis heute besser als „Golden Axe“. Zum einen spricht mich das Sci-Fi-Settings eher an, zum anderen bleibt es durch die unterschiedlichen Abschnitte einfach deutlich spannender als „Golden Axe“, das mich zum Ende hin echt fast gelangweilt hat. Außerdem finde ich die Musik um einiges gelungener und schmissiger. Hätte ruhig auch noch einen oder mehrere Nachfolger bekommen dürfen, meiner Meinung nach.

Poly
Gast

Also mein Bruder und ich haben Alien Storm weder damals noch heute als Ableger oder gar Klon von Golden Axe betrachtet. Okay, es sind beides Sidescroll-Brawler, aber das trifft auch auf Streets of Rage, Final Fight und zig andere Spiele dieser Zeit zu. Ich mag Alien Storm sehr, auch wenn es nicht ganz die Klasse von Golden Axe oder gar Streets of Rage erreicht. Dafür ist es dann doch etwas zu schwer und im Gegensatz zu GA / SoR ist es teils (zumindest gefühlt) unfair.

PS: Oben in der Karte ist ein Fehler bei der Spieleranzahl 😉

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