cardbov 203x300 - Blades of Vengeance (Sega MegaDrive, 1993)Diesmal schreibe ich über eine 16-Bit Perle, welche auf dem ersten Blick stark an Golden Axe erinnern mag. Sind die optischen Anleihen anfangs kaum zu übersehen, stellt sich nach ein paar Minuten Spielzeit jedoch heraus, dass Blades of Vengeance doch ein wenig anspruchsvoller ist.

Der Sega MegaDrive Exklusivtitel, welcher in dem damals EA eigenen übergroßen Cartridge ausgeliefert wurde, kann alleine oder auch zu Zweit im Coop-Modus gespielt werden.

Die unglaublich böse dunkle Lady Mannax hat das Königreich erobert. Dies können wir natürlich nicht auf uns sitzen lassen. Daher schickt der gute Zauberer drei Abenteurer los, um Mannax zu töten. Nachdem dies erledigt ist, stellt der Zauberer mit seinen wiedererlangten Kräften Recht und Ordnung wieder her.

Nun ja, zumindest ist das der Plan, also sollten wir uns, gleich nachdem wir den unglaublich komplexen und außergewöhnlichen Plot verarbeitet haben, an die Arbeit machen.



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Abracadabra!

bov01-copy-copyAber nicht so schnell, denn erst müssen wir unseren Character wählen. Eine Jägerin, ein Krieger und auch ein Zauberer stehen zur Auswahl. Einmal gewählt gibt es kein Zurück – die Figur kann nachträglich nicht mehr geändert werden. Dunkel kann ich mich daran erinnern, dass der Zauberer zwar nicht so stark ist, aber dafür als einzige Figur (anfänglich) schießen kann. Somit wird Runde eins mit diesem vermeintlich einfach zu handhabenden Streiter gestartet.

Schnell finde ich heraus, dass der Zauberer wirklich nicht der Stärkste ist. Ungeübte Spieler wie ich kommen nicht einmal zum ersten Endgegner. Nachdem ich erfolgreich versage, starte ich diesmal eine Partie als Jägerin und tue etwas, was meine komplette Strategie ändert – ich ducke mich.



Duck and Cover

Klar….ducken…..und? Nun ja, bei Blades of Vengeance ist Ducken nicht nur zum Ducken da – sondern auch zum Blocken! Nun war das Spiel ein gutes Stück einfacher, denn bis auf Nahkampfattacken kann so gut wie alles geblockt werden.

bildschirmfoto-2017-03-06-um-01-59-33Und so kämpfe ich mich durch die ersten paar Levels, kaufe dazwischen im Shop den ein oder anderen Heiltrank und etwas später um ganze 20 Münzen eine neue Rüstung. Nicht nur, dass aufgrund der Rüstung meine Jägerin noch cooler aussieht, verfüge ich nun über eine neue Waffe – eine Armbrust.

Und genau das ist eine der Stärken von Blades of Vengeance – die Abwechslung. Nicht nur, dass unser Protagonist Mitte des Spiels eine komplett neue Waffe bekommt, warten vom Arachnoiden bis zum Zombie eine vielzahl von Gegnern darauf, uns den Gar aus zu machen. Die Bosse, welche am Ende jedes Levels auf uns warten, verfügen über mehrere „Stufen“, was jeden Bosskampf zu einem spannenden Erlebnis macht.


Pixellent Memories
Damals:
Wenn ich an Blades of Vengeance zurückdenke, erinnere ich mich an düstere Musik und den hohen Schwierigkeitsgrad der Levels , sowie noch schwierigere Endgegner. Besonders das erste Level hat sich in mein Hirn eingebrannt, da es wirklich oft und lange sah. Bis ich dann nach langer Zeit doch einmal Level 2 zu Gesicht bekam.

Heute:
Blades of Vengeance war (nach kurzen Anlaufschwierigkeiten) gar nicht mehr so unfair, wie ich es früher empfunden habe. Dies dürfte mitunter daran liegen, dass hirnloses losstürmen nicht die ideale Taktik ist. Damals fehlte mir jedoch die Geduld für echte Taktik. Die Musik ist verglichen mit anderen Spielen vielleicht Mittelmaß. Sie erinnert zum Teil eher an Midi-Gedudel und wird dem MegaDrive nicht gerecht. Nichtsdestotrotz habe ich auch heute Blades of Vengeance gerne gespielt, da es sich um einen anspruchsvollen, aber meist fairen Platformer handelt.


Und zum Schluss noch das Gameplay-Video. Diesmal mit einem echt grauslichem Filter – zumindest wirkt er so skaliert im Video, sorry:

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2 Kommentare auf "Blades of Vengeance (Sega MegaDrive, 1993)"

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Poly
Gast

Das Spiel ging echt komplett an mir vorbei. Optisch erinnert es mich irgendwie an Shadow of the Beast. Ist der Multiplayer dann auf einem Bildschirm gleichzeitig oder abwechselnd?

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