Kürzlich kramte ich 2 NES Controller aus meinem Fundus. Inspiriert durch das Web entschied ich mich, einen davon in die vermutlich unergonomischste (aber coolste) Maus der Welt umzubauen.


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Erst mal saubermachen

Der Controller musste zerlegt werden. Klar, denn im geschlossenen Zustand konnte ich recht wenig machen.


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Da die Controller recht vergilbt waren, bearbeitete ich einen davon mit so ziemlich jedem in unserem Haushalt verfügbaren Reinigungsmittel. Aufgrund eines „Chemieunfalles“ im letzten Jahr war ich diesmal aber um einiges vorsichtiger, was die Mischung von Reinigungsmitteln angeht…
Das Ergebnis kann sich jedoch sehen lassen.


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Die Maus nackig machen

Jetzt fehlten noch die neuen Innereien des Gamepads. Ich hatte noch eine Labtec Notebook-Maus herumliegen, welche augenscheinlich recht gut in das Gehäuse passen sollte:



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Einmal zerlegt bestätigte sich meine Vermutung. Die Platine der Maus hat sogar genau an der richtigen Stelle eine Ausnehmung, was das Einpassen erleichterte. Somit war die Maus der perfekte Organspender.


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Nun musste ich die Maus von allem unnötigen Ballast befreien. Also entfernte ich die bunte LED (nicht zu verwechseln mit der roten LED für den optischen Sensor!), sämtliche Tasten und auch die Sensoren des Scrollrades.
Um das NES-feeling der Tasten zu erhalten habe ich mich dazu entschlossen, keine Microschalter einzusetzen. Daher zerschnitt ich die Originalplatine des Controllers und verkabelte sie mit der Platine der Maus.


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Was nicht passt wird passend gemacht

Bevor ich die Maus einsetzte, musste ich erst ein paar Zäpfchen im Gehäuse entfernen.
Etwas schwieriger war die Platzierung des Loches für den Maus-Sensor am Boden des Controllers. Mit einer Papierschablone, einem kleinen Bohrer und einer Schlüsselfeile war dies jedoch auch rasch erledigt. Den Diffusor der roten LED fixierte ich mit etwas Sekundenkleber und die Maus-Elektronik sowie die verstümmelte NES Platine mit Heißkleber, damit auch ja nichts verrutscht. Nun schraubte ich alles zusammen, klebte die Rutschpads der alten Maus auf den Boden des Controllers und startete den 1. Funktionstest:


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Perfekt, es funktioniert! Nur ganz zufrieden war ich noch nicht, da das Kabel der Maus nicht wirklich hübsch aussah. Also zerlegte ich die Maus nochmal und lötete das Original NES Kabel an die Maus. Die Belegung (VCC,SGND,D+,D-,GND) war freundlicherweise (Danke, Labtec) auf der Platine der Maus angeschrieben, was das richtige Verlöten vereinfachte. Auch der Original-Stecker des NES Controllers ist recht einfach und rasch zerlegt. Nun noch einen USB Stecker angelötet, eingeklebt – fertig!



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Sieht mit Originalkabel doch gleich besser aus:


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Und mit dem Stecker ist die Maus ein echter Blickfang:


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Zusammenfassung
Die NES-USB-Maus ist ein recht einfaches Bastelprojekt, an welches sich jeder, der keine zwei linken Hände und ein klein wenig Ahnung vom Löten hat, heranwagen kann. Beim Bohren des „Sensor-Loches“ ist etwas Vorsicht geboten, damit die Bohrung auch an der richtigen Stelle sitzt. Schrauben und Kleinteile am Besten immer sicher verwahren, damit sie nicht verloren gehen. Traut euch einfach, ihr schafft das schon!
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Retrogamer, Kind der 80er und Vollzeitvater, der alle Hände damit zu tun hat seinen Kindern klar zu machen, dass nicht alles Alte schlecht ist, sich Trends immer wiederholen und es auch seine Vorteile hat, älter als das Internet zu sein ;-)

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