Als passionierter Retro-Gamer stand auch während des sommerlichen Familienurlaubs im malerischen Slowenien Retro-Gaming im Mittelpunkt. Nein, selbstverständlich nicht – im Mittelpunkt standen natürlich Erholung und Familie. Allerdings gab mir (abermals) meine Frau den Tipp, dass sich in der Nähe unseres Urlaubsortes ein Computermuseum, das Peek&Poke, befindet. Also weg vom Strand und ab nach Rijeka. In der Nähe ist hierbei interpretationssache, denn Rijeka liegt nicht im gleichen Land…

In die Pampa gehts nicht

Das klingt jetzt weitaus wilder als es eigentlich ist, denn es ging zwar schon nach Kroatien, jedoch in das nur knapp 90 Kilometer entfernte Rijeka. Wenn man nicht gerade einen abgelegenen Grenzübergang in der Pampa wählt, kann es jedoch zu einer Wartezeit am Grenzübergang kommen. Rijeka selbst ist eine imposante Stadt, die sicherlich einen Citytrip wert ist. Nicht weil sie so modern ist, sondern aufgrund der schönen Altstadt und interessanten Lage. Da ich jedoch keinen Reiseführer schreibe, werde ich mich auf das Wesentliche, nämlich das Peek&Poke Computermuseum, konzentrieren. Das Peek&Poke liegt nah am Stadtzentrum, somit kann problemlos noch ein Boxenstopp eingelegt werden um einen Happen zu essen, oder sich ein erfrischendes Eis zu genehmigen. Parkplätze gibt es in der Nähe mehr als genug. Wir parkten in der Parkgarage fast gegenüber des Museums, die zwar kostenpflichtig, aber alles Andere als teuer ist.

Peek and Poke
Das Peek&Poke in der Außenansicht. Der Eingang ist in der Gasse links zu finden.

Willkommen in der Welt von gestern

Das Peek&Poke ist schnell gefunden – der Eingang jedoch nicht. Dieser ist nämlich nicht, wie man vielleicht vermuten mag, gleich neben dem bunten Peek&Poke Schild an der Ecke, sondern befindet sich ca 100 Meter weiter hinten in Form einer eher unscheinbaren Tür mit dezentem Schriftzug.

Wir wurden vom überaus freundlichen Inhaber persönlich begrüßt, der uns eine Kurzbeschreibung des Museums und des Hausbrauches in recht gutem Englisch gab. Geld wollte er noch keines – ich solle mich nicht stressen und einfach später bezahlen. Für die Erwachsenen steht kostenlos ein unbegrenzter Vorrat von „Ruta“, einem Getränk welches wahrscheinlich auch als Bleiche oder Nagellackentferner verwendet werden kann, zur Verfügung. Victoria bekam dankenswerterweise aufgrund ihres Alters nicht nur eine Freikarte, sondern auch eine Lego-Astronautin als Souvenir.

Die Präsentation der Ausstellungsstücke ist teilweise sehr nett geraten
Die Präsentation der Ausstellungsstücke ist teilweise sehr nett geraten

Es gibt viel zu sehen – packen wirs an

Nach eigenen Angaben befinden sich auf rund 300m2 Fläche um die 1000 Exponate. Offen gestanden habe ich weder nachgemessen, noch nachgezählt, aber die Angaben sind durchaus nachvollziehbar und plausibel. Idealerweise ist die Präsentation der Geräte nicht nur weitaus liebevoller, sondern auch um einiges übersichtlicher als im Konsolenmuseum in Budapest. Kleiner Tipp: Nehmt euch Zeit, denn hier gibt es wirklich viel zu entdecken.

Bei vielen Ausstellungsstücken ist museumslike eine Infotafel angebracht. Der Grundgedanke ist schon mal fein und die Basis für einen informativen Besuch gesetzt, allerdings sind die meisten Beschreibungen leider nur in kroatisch verfasst. Dies ist bei den technischen Details natürlich weniger das Problem, nur bei den Beschreibungen stößt man sehr schnell an seine Grenzen. Hier wäre eine Übersetzung in englischer Sprache natürlich mehr als wünschenswert. Natürlich könnte ich euch nun stur aufzählen, welche Computermodelle darauf warten, bestaunt zu werden. Allerdings wäre das nicht nur mühsam, sondern auch langweilig. Hierzu seht ihr eich am Besten die Bildergalerie am Ende des Artikels an.

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Dies ist nur ein winzig kleiner Ausschnitt der Sammlung des Peek&Poke

Now You´re Playing With Power

Der Fokus des Peek&Poke liegt eindeutig bei alten Computermodellen. In diesem Bereich sind unzählige Modelle ausgestellt. Allerdings kommen auch Konsolenliebhaber auf ihre Kosten, da es ebenfalls über einen kleinen aber feinen Konsolenbereich verfügt. Auch jede Menge LCD Spiele und Tabletops sind in Schaukästen ausgestellt. Auch die schon erwähnten Computer sind leider größtenteils nur zur Betrachtung gedacht und nicht angeschlossen, geschweige denn eingeschaltet. Mit ein paar Geräten darf auch gespielt werden, damit der Spaß jedoch nicht zu kurz kommt. Hierfür stehen eine Hand voll Konsolen zur Verfügung, die nach Herzenslust bespielt werden können. Dies versüßte uns die Wartezeit, da wir Aufgrund eines starken Hagelschauers für einige Zeit festsaßen.

Donkey Kong Cartridge in einem Atari 800XL mit grünem Monitor - mehr Retro geht nicht.
Donkey Kong Cartridge in einem Atari 800XL mit grünem Monitor - mehr Retro geht nicht.

Fazit

Das Peek&Poke ist in jedem Fall einen Besuch wert und für jeden, der nur einen Funken Interesse an alten Computern hat Pflicht, wenn man in Rijeka oder in der Umgebung unterwegs ist. Mit ein wenig Hintergrundwissen, und das werden die meisten Leser wohl mitbringen, kann man Vieles endlich live sehen und anfassen. Auch die ein oder andere Rarität, wie zum Beispiel den Commodore Max, befindet sich unter den Exponaten. Die Kosten des Parkplatzes sind, vor Allem aufgrund des niedrigen Eintrittspreises von 4 Euro pro Person, vernachlässigbar. Einzig die fehlenden Beschreibungen in englischer Sprache, sowie die eher geringe Anzahl an Spielmöglichkeiten trüben das Erlebnis ein wenig. Leider gab es zum Zeitpunkt unseres Besuches keine erwerbbaren Souvenirs – ich hätte gerne einen Peek&Poke Mug mitgenommen. Der Besitzer ist offen und freundlich, auch wenn er zumindest auf elektronischem Wege nicht gerade der Kommunikativste sein dürfte, da sowohl meine Anfrage per EMail, als auch Twitter unbeantwortet blieb. Auch die Homepage des Peek&Poke ist wenig informativ und ziemlich langsam. Dies fällt jedoch nicht so stark ins Gewicht, denn der Focus ist schließlich auf alte Computer, und nicht moderne Medien gerichtet.

Bildergallerie

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1 Kommentar auf "Das Peek&Poke in Kroatien"

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Kartodis
Gast

Nachdem der HNK Rijeka vor ein paar Jahren, meinen geliebten VfB Stuttgart aus dem UEFA Pokal geworfen hat, wollte ich von der Stadt eigentlich nix mehr hören:) In dem Fall mache ich aber mal eine Ausnahme.

Immer schön, wenn man im Urlaub einen Bezug zu seinem Hobby findet. Wenn es dann noch ein Retromuseum ist, umso besser. Auf meiner Lieblingsinsel Mallorca, habe ich bislang leider noch nichts in diese Richtung entdeckt.

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