Snoopy (C64, 1984)

Snoopy (C64, 1984)

Sodala, meine lieben Retrofans. Um euch die Wartezeit auf das Christkind zu verkürzen, liefere ich euch noch einen kleinen Quickie. Denn wie wir alle wissen gibt es nichts Schöneres, als ein Quickie unterm Weihnachtsbaum. Also, Retro-Quickie mit Spielen meine ich. Ach, aus der Sache komme ich wohl nicht mehr raus…

 

Herausgepickt habe ich mir das gute, alte Snoopy von Radarsoft für den Commodore64. Ich gebe zu, dass es sich hierbei nicht gerade um einen technisch herausragenden Titel handelt. Eigentlich müsste Snoopy sogar knapp an einem #Vidgra vorbeigeschrammt sein. Aber auch wenn dieser Titel objektiv betrachtet Grütze ist – ist mir wurscht, ich mag das Spiel 🙂

Bildschirmfoto 2017 12 23 um 16.26.17 - Snoopy (C64, 1984)
Bildschirmfoto 2017-12-23 um 16.35.09

Eines von Vielen

Snoopy Spiele gibt es nicht gerade wenig, doch eines haben sie alle gemeinsam: Entweder kenne ich sie nicht, oder sie sind nicht besonders gut und darum greife ich sie nicht an. Radarsofts Snoopy ist hier ein wenig anders, denn es ist nicht besonders gut, aber verleitet zum Weiterspielen. Der Grund ist ganz einfach, der relativ geringe Schwierigkeitsgrad. Anfangs zumindest, aber dazu später. Grafisch ist dieses Spiel sicherlich kein Meilenstein, aber dafür sind die Sprites recht groß. Auch Soundtechnisch hat es recht wenig zu bieten, denn neben der Titelmusik, welche gleichzeitig auch die Ingame-Musik, gibts nur das Sprunggeräusch des herzig verrückten Hundes zu hören.

Die Levelnamen geben oft Hinweise darauf, was zu tun ist.
Die Levelnamen geben oft Hinweise darauf, was zu tun ist.

Der Boden ist Lava!

Und so hüpft Snoopy von Level zu Level. Überquert Teiche, riesige Schluchten und sogar Lavaseen. Vorbei an gruseligen Totenkopfgeistern und außerirdischen Laserstrahlen bahnt er sich seinen Weg zum rettenden Teleportationsgerät, um danach seine neuen Fähigkeiten, nämlich Terraforming und Unsichtbarkeit, einzusetzen.

 

Klingt fast cool, allerdings benötigt man recht viel kindliche Fantasie, um das Spiel so zu sehen. Aber so wars damals eben: Die Grafik war recht egal, es spielte sich viel in unseren Köpfen ab. Wir hatten ja nix 😉

Snoopy bleibt auch nichts erspart - sogar Lavaseen muss er überqueren.
Snoopy bleibt auch nichts erspart - sogar Lavaseen muss er überqueren.

Speed kills

Beginnt Snoopy recht einfach, erhöht sich der Schwierigkeitsgrad recht drastisch bis ins Unschaffbare. Snoopy hat nämlich kein Ende – nach den 20 Leveln steht der Beagle wieder am Anfang von Level 1, allerdings mit erhöhter Geschwindigkeit. Nun kann man dies natürlich auch recht sportlich sehen, und versuchen immer weiter zu kommen, aber glaubt mir – spätestens beim vierten Durchgang (und um so weit zu kommen bedarf es schon viel Glück) ist sicherlich Schluss. Für ein kurzes Spiel ist Radarsofts Snoopy sicherlich gut, für mehr aber auch nicht. Zu frustrierend ist die teilweise katastrophale Kollisionserkennung und zu schnell ist es durchgespielt. Ich mag es trotzdem.

Präge dir die Reihenfolge der Laser gut ein, bevor du springst!
Präge dir die Reihenfolge der Laser gut ein, bevor du springst!

Pixellent Memories

Damals

Damals bewunderte ich jeden, der Snoopy einfach so mal durchspielte. Zwar schaffte ich dies auch, aber nur recht selten – zu schwer waren Levels wie “Good Dog Snoopy” und “It´s Easy”. Frustriert hat mich Snoopy allerdings nie


Heute
Heute fällt mir Snoopy viel leichter – wahrscheinlich aufgrund der Jump and Run Erfahrung, welche ich die letzten 25 Jahre gesammelt habe. Nach kurzer Einspielzeit hatte ich es schon durch. Und auch gleich ein zweites Mal. Snoopy hat bei mir den gleichen Stellenwert wie Bruce Lee: Es ist einfach, nicht herausragend, aber trotzdem spiele ich es gerne.

Gameplay Video

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Über den Autor

Retrogamer, Kind der 80er und Vollzeitvater, der alle Hände damit zu tun hat seinen Kindern klar zu machen, dass nicht alles Alte schlecht ist, sich Trends immer wiederholen und es auch seine Vorteile hat, älter als das Internet zu sein ;-)

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