Bildschirmfoto 2017 06 05 um 22.22.08 201x300 - The Big Deal (C64, 1986)Was, Cooking Mama gabs nicht für den C64? Nun, da habt ihr natürlich Recht. Wir brauchten sie auch gar nicht, denn wir hatten Floyd! The Big Deal: Floyd in der Küche ist ein Paradebeispiel für einen von mir damals oft gespielten Titel ohne Aussicht auf Weiterkommen. Das lag zum Einen an der Tatsache, dass ich null Ahnung hatte, was ich tun musste und zum Anderen an meinem miserablem Micromanagement. Zumindest dachte ich das. Heute, 25 Jahre später, übernahm ich abermals die Steuerung von Floyd und wusste genau was zu tun ist. Gebracht hat es mir jedoch wenig.

Ihr steuert Floyd, den Roboter mit eingebautem Mini-Kühlschrank, welcher die kulinarischen Wünsche der anscheinend ungeduldigsten Gäste der Welt erfüllen soll. Eingesetzt in einem Fastfood-Restaurant steht euch eine Vielzahl von Küchengeräten wie Fritteuse, Herd, Ofen und so weiter zur Verfügung um die gewünschten Gerichte streng nach Rezept zuzubereiten. Selbstverständlich müsst ihr ebenfalls auch Extras wie Saucen und natürlich Getränke beachten.


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Skynet mit Kochschürze

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Ist die Kundschaft unzufrieden, wird gleich mit der Einrichtung nach euch geworfen

Bevor wir aber überhaupt mit der virtuellen Kocherei loslegen, muss ich noch ein paar Worte über den Soundtrack verlieren. Auch wenn die dramatische Titelmusik ganz und gar nicht zum Thema des eigentlichen Spiels passt, handelt es sich hierbei um einen meiner Lieblings-SIDtunes. Die Musik während des Spiels versprüht hingegen gute Laune und animiert zum Trödeln, was allerdings um jeden Preis vermieden werden sollte. Unsere cholerischen Kunden haben nämlich überhaupt keine Zeit. Im Ernstfall kann einer von drei Joker verwendet werden um den Besucher nicht zu verärgern. Dies bringt dann zwar keine Punkte, ist aber besser als eine Reparatur aufgrund eines grimmigen Gastes.



HAL auf dem Weg zum Meisterkoch

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Floyd beim Zubereiten eines Schinkenbrotes. Die falsche Positionierung der „Verpackungshand“ kann wertvolle Zeit kosten

The Big Deal ist komplexer, als es anfangs scheinen mag. Im Vorrats-, und auch im Kühlschrank findet ihr auf mehreren Etagen die Zutaten, die teilweise gewaschen, zerkleinert und zubereitet werden wollen. Wird frittiert, gekocht oder gebraten muss unbedingt die Zeit im Auge behalten werden. Vor der Abgabe des fertigen Gerichts muss außerdem die zur Mahlzeit zugehörige Bestellnummer ausgewählt werden, sonst wird es ungemütlich.

Auch die Steuerung ist nicht von schlechten Eltern. Last-Ninja like sind alle vier Richtungen des Joysticks gleich doppelt belegt. Klingt vielleicht nicht dramatisch, aber leider reagiert Floyd unglaublich träge, was oft zu ungewollten Aktionen mit fatalen Folgen wie Zeitverlust führen kann.



Nicht verzagen, Data fragen

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Hoppsa, die Pommes waren wohl zu lange in der Fritteuse und sind jetzt wohl ein Fall für die Mülltonne

Um euch die Kocherei etwas zu erleichtern, verfügt unser kybernetischer Freund über ein elektronisches Kochbuch. Auch an eine Programmierfunktion wurde gedacht, mit welcher bestimmte Abläufe auf Tape gespeichert und wieder abgerufen werden können. Ab Küche 2 ist diese Funktion angeblich auch bitter nötig. Dies kann ich weder bestätigen, noch widerlegen, da ich es nie in die zweite Runde schaffte.

Am Ende eines Arbeitstages bekommt Ihr eine genaue Statistik unter Anderem über gute, verbrannte und geworfene Speisen geliefert. Habt ihr die Erwartungen der Kunden erfüllt und genügend Punkte erreicht, gehts ab in die nächste Küche. Hier erwarten euch noch mehr Geräte und ausgefallenere Kundenwünsche – Mahlzeit!


Pixellent Memories
Damals:
Die Diskette von The Big Deal war liebevoll mit „Robokoch“ beschriftet und landete gar nicht so selten im Diskettenlaufwerk. Auch wenn ich nur in den seltensten Fällen einmal eine Speise richtig zubereitet habe, hatte ich viel Spaß mit dem Titel. Besonders beeindruckten mich die Darstellungen im ersten Statusfenster. Auch die Tatsache, dass Speisen anbrennen konnten und man dies auch noch sah, war verblüffend.

Heute:

Vieles deckt sich mit meinen Erinnerungen, einiges allerdings nicht. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass sich Floyd in nervtötendem Schneckentempo fortbewegt hat. Auch die frustrierend träge Steuerung ist mir nicht im Gedächtnis geblieben. Wahrscheinlich waren mir diese beiden Kritikpunkte damals egal, heute töten sie aber jeglichen Spielspaß. Auch wenn ich heute mehr zufriedene Kunden generieren konnte als damals, wurde ich nie für Küche Nummer 2 zugelassen. Zurecht, wie das Gameplayvideo beweist.


 

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2 Kommentare auf "The Big Deal (C64, 1986)"

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Stephan
Gast
Sehr schöner Artikel zu einem echten Kleinod unter den C64 Spielen. Es hat damals alleine schon Spaß gemacht, herauszufinden, wie das Spiel überhaupt funktioniert und worum es überhaupt geht, so ganz ohne Anleitung ein noch mal schwierigeres Unterfangen. 😉 Die zweite Küche habe ich mit Sicherheit auch nie erreicht, es war schon ein Erfolgserlebnis, überhaupt mal einen oder zwei Kunden richtig zu bedienen und zufriedenzustellen. Frust und Stress stiegen schnell an, daran erinnere ich mich auch noch sehr gut. Ich muss das Spiel demnächst unbedingt mal wieder laden und genau wie du herausfinden, wie es sich heute so spielt und… Read more »
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