Über mich

Meine „Videospielbiografie“

Wie fängt man so eine Videospielbiografie am Besten an? Ich denke, wahrscheinlich ganz, ganz Vorne – als Männer bauchfrei und Frauen Schulterpolster trugen.


Am Anfang schuf Gott den Atari

Geboren in der Hauptstadt Österreichs durfte ich als 81er Jahrgang den kompletten Werdegang der Videospielindustrie nach dem Videospielecrash, und auch den katastrophalen Modegeschmack der 80er miterleben. Videospiele prägten von früh auch mein Leben. Anfangs begnügte ich mich noch mit einfachen LCD Spielen, bevor ich bei einem Freund in den Genuss des Atari 2600 kam. Dies war meinen ersten Kontakt mit einer Heimkonsole, welche mich augenblicklich in ihren Bann zog. Erst als kleiner 8-jähriger Spund bekam ich meinen eigenen Computer, einen Commodore64.

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Screenshot: Save New York (C64)

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Screenshot: Detonators


Obwohl ich später stolzer Besitzer eines GameBoys war, lieferte ich mir trotzdem während der Konsolenkriege in den 90ern erbitterte Grabenkämpfe mit Nintendo-Jüngern. Diese Kämpfe waren größtenteils sinnlos, da natürlich jeder weiß, dass die besonders coolen Kids selbstverständlich einen Sega zu Hause stehen haben! Anschließend war meine Konsolenkarriere vorerst beendet, da als „reifer“ Jugendlicher der PC die Oberhand gewann.


Von Ersatzhandlungen und Erben

retrogaming18 200x300 - Über michErst Jahre später, nämlich Anfang der 2000er, wurde das Interesse an Videospielen aus meiner Kindheit wieder geweckt. Dies löste einen unbändigen Sammeltrieb in mir aus. Zwar musste ich diese Sammlung später aus Platzgründen größtenteils wieder auflösen, aber die „Retro-Flamme“ lodert immer noch in mir. Auch wenn ich mein Hobby nun etwas platzsparender ausleben muss.

Heute versuche ich als sesshafter aber immer noch unreifer Erwachsener meinen beiden Kindern Matthias und Victoria die Welt der „Videospiele aus der Steinzeit“ etwas näher zu bringen, was teilweise ein gar nicht so einfaches Unterfangen ist. Interessanterweise wird meistens weniger die Grafik, sondern eher der damals übliche hohe Schwierigkeitsgrad bemängelt. Als spielerfahrener Mensch ist man hierbei ein wenig schmerzfreier. Es hat eben auch Vorteile, wenn man älter als das Internet ist.


Willkommen in der Hobbythek

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Raspberry Pi mit 3,5″ LCD im modifizierten Gameboy-Gehäuse

Neben meiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Videospieler versuche ich alten Konsolen und deren Peripherie neues Leben einzuhauchen. Nicht aber durch Instandsetzung, sondern durch Implementierung neuer Technik in alte Gerätschaften. Auch an Arcadeautomaten und Flippern habe ich mich schon versucht. Leider mussten sie nach der Fertigstellung aufgrund des schon erwähnten Platzmangels unsere Wohnung wieder verlassen. Halb so schlimm, denn den meisten Spaß habe ich beim Bauen.

Tja, dass ist das Ende meiner Videospielbiografie. Wenn du wirklich bis hierhin gelesen hast – Respekt!