Bozos Night Out (C64, 1984)

Bozos Night Out (C64, 1984)

 

B1A2B9B6 178E 4273 8903 4B67FFD204AB 207x300 - Bozos Night Out (C64, 1984)Das Oktoberfest ist zu Ende und die letzten Schluckspechte wanken nach Hause – oder auch nicht. Damit ihr nicht in die Verlegenheit kommt, als unfreiwillige Deko euren Rausch in der Wiese oder am Bordstein ausschlafen zu müssen, beglückte Taskset Ltd. die Welt mit Bozos Night Out, dem ultimativen betrunken-nach-Hause-geh-Simulator.

Kleiner Fun-Fact zu Beginn: Schon 1984 wurde fleißig zensiert. Ursprünglich sollte Bozo Bier bechern, aber das stieß auf wenig Gegenliebe. Daher wurde das Bier in “Wobble-Juice” umbenannt – feddisch! Wir bleiben hier im Artikel allerdings bei der alkoholischen Version. Sollte euch Taskset Ltd. auf die Schnelle nichts sagen: Auch das geniale Super Pipeline haben wir diesem kurzlebigen Unternehmen zu verdanken. Nun aber zurück zu dem lebervernichtenden Titel – Prost!


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Grüße von deiner Leber

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Wenn die Gegner auf den Straßen nerven, könnt ihr auch den Weg durch den dunklen Park nehmen. Spoiler: keine gute Idee.

Bozo der kleine Schluckspecht hat wieder einmal ein Gläschen zu viel getrunken und muss nun nach Hause. Klingt einfach – ist es aber nicht. Nun, Bozos Night Out glänzt nicht gerade mit Abwechslungsreichtum, hat jedoch trotzdem den ein oder anderen, interessanten Kniff. Natürlich können wir nicht einfach geradewegs nach Hause spazieren. Wie wir es schon aus Bop´n´Rumble kennen, ist ganz einfach Alles und Jeder gegen uns. Egal ob die alte Dame, die schöne Frau, der Schläger oder die Polizei – alle wollen uns an den Kragen. Zu allem Überfluss ist der Gehweg mit sich selbstständig öffnenden und wieder schließenden Löchern versehen. Da sollte dringend einmal die zuständige Behörde nachbessern. Alternativ gäbe es auch den Weg durch den Park, nur wimmelt es in diesem von Geistern, Monstern uns anderem Getier. Wie ihr seht ist es fast nachvollziehbar, warum Bozo zur Flasche gegriffen hat.


Alle Wege führen nach Home

Bozos Night Out ist ein Sidescroller, der euch die Wahl lässt, ob ihr nun nach rechts oder links geht um euer Bettchen zu errechen. Interessanterweise führen beide Wege nach Hause – wie klein doch die Welt ist. Die Länge der Levels variiert nicht, und auch Gegnertypen kommen (fast) keine Neuen hinzu. Einzige Ausnahme sind die rosa Elefanten, die sich Bozo später einbildet, aber die können euch Nichts tun. Zwar ändern sich mit der Zeit die Bewegungsmuster der Gegner, wodurch sie “Spur” wechseln und euch verfolgen können, aber das alleine würde Bozos Night Out nicht schwierig genug machen. Bozo selbst sorgt schon dafür. Da er Nacht für Nacht in Gibbo´s Joint verbringt und sich sein Alkoholspiegel bei Erfolg erstaunlicherweise nicht senkt, wirkt sich dies auf seine Wendigkeit aus. Erst fällt es Bozo immer schwerer gerade zu gehen, bis er später sogar ein paar Schritte zurückstolpert. Gerade letzteres macht es umso schwerer, das Ende zu sehen.

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Die rosa Elefanten sieht nur Bozo – eine Folge des Alkohols, daher tun sie uns nichts.

 

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Der Weg durch den Wald ist eine denkbar schlechte Alternative.



Worlds End

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Home Sweet Home. Vorerst…

Schafft man es nach Hause, werden 5 Pint zu Bozos Alkoholspiegel dazugezählt. Läuft man gegen Passanten, fällt in ein Loch oder wird eingesperrt, kostet es 1-5 Pint. Leben gibt es im klassischen Sinn keine. Sind die Pint ganz weg, ist das Spiel zu Ende. Ebenfalls ist das Spiel vorbei, wenn 60 Pint erreicht wurden. Bozo bekommt dann als Belohnung den “Rotten Liver Award” und das Spiel ist vorbei. Ebenfalls kann das Spiel durch zweimaliges Drücken des Feuerknopfes abgebrochen werden, um sich in der Highscoreliste zu verewigen. Dooferweise wird diese, sofern man nicht die Trainerversion hat, nicht gespeichert.

 

Fazit
Grafisch ist Bozos Night Out wahrlich kein Augenschmaus, auch wenn ich positiv hervorheben muss, dass das 2 Wege Scrolling 1984 keine Selbstverständlichkeit war. Zwar handelt es sich um ein recht frühes Werk, jedoch wären trotzdem Fehler wie “nackte” Figuren oder die wechselnde Kleidung von Bozo nicht notwendig gewesen. Soundeffekte sind nicht wirklich vorhanden und das sich ständig wiederholende Musikstück nervt mit der Zeit. Wirklich witzig ist der Einfluss des steigenden Punktestands auf die Steuerung der Hauptfigur. Dieser Titel haut mich nun zwar nicht wirklich vom Hocker aber ich kann mir vorstellen, dass er als Partyspiel Spaß machen kann!
Die VHS zum Spiel

Über den Autor

Retrogamer, Kind der 80er und Vater, der alle Hände damit zu tun hat seinen Kindern klar zu machen, dass nicht alles Alte schlecht ist, sich Trends immer wiederholen und es auch seine Vorteile hat, älter als das Internet zu sein ;-)

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