Pico-8 – Der erste Eindruck

Pico-8 – Der erste Eindruck

Lang, lang ists her. Vor vielen Monden konnte ich wirklich kleine Programme programmieren, allerdings ist Heute ist von meinem Wissen nicht mehr viel übrig. Egal ob Basic oder C++, ein komplexeres Programm schaffe ich wohl nicht mehr. Trotzdem juckt es mich in den Fingern. Es wird wohl höchste Zeit für eine Auffrischung, ist Pico-8 das richtige Tool dafür?

Bildschirmfoto 2017 12 05 um 22.19.08 - Pico-8 - Der erste Eindruck

Mit dem Gedanken selbst Spiele zu erschaffen spiele ich schon länger, allerdings hatte ich ein kleines Problem: Reine Programmiersprachen wie Java und Konsorten waren mir zu komplex für den Anfang, klickibunti Tools wie der RPG Maker hingegen zu einfach. Zusätzlich sollte relativ rasch ein Fortschritt zu sehen sein, da ich hier dazu neige, schnell das Handtuch zu werfen (das ist nicht mein erster Versuch, eine Programmiersprache zu lernen). Was also tun?

 

Ich bin vor Kurzem auf Pico-8 von Lexaloffle gestoßen, welches ich nach kurzer Bedenkzeit auch kaufte. (Gleich vorweg, auch den RPG Maker legte ich mir in diesem Zuge zu 😉 ). Bevor ich zum ersten Eindruck komme, sollte vorher noch etwas geklärt werden.

Nach dem Start begrüßt Pico-8 den User mit einem Dos-ähnlichem Command-Prompt
Nach dem Start begrüßt Pico-8 den User mit einem Dos-ähnlichem Command-Prompt

Was zum Geier ist Pico-8?

Das ist recht schnell zusammengefasst:
Pico-8 ist ein Emulator für eine erfundene “Fantasie-Konsole”, mit welcher kleine Spiele erstellt, geteilt und bearbeitet werden können. Als Programmiersprache kommt LUA zum Einsatz. Gut, dies ist zugegebenermaßen nicht die komplexeste Sprache, aber genauso soll es auch sein. Zur Erinnerung: Wenn ich nicht schnell einen Erfolg sehe, kann die Reise bald zu Ende sein. Die Auflösung der Spiele beträgt heiße 128×128 Pixel bei 16 Farben – also ausreichend um kleine Retro-Spiele zu erschaffen.

 

Mit dabei sind ebenfalls ein kleiner Spriteeditor, ein Editor für Soundeffekte, einer für die Musik und zu guter Letzt ein Map-Editor. Alles wurde unter eine Haube gebracht, somit kann einfach zwischen den Editoren herumgewechselt werden. Cool!

Mit dem eingebauten Sprite-Editor kann nach herzenslust herumgepixelt werden.
Mit dem eingebauten Sprite-Editor kann nach herzenslust herumgepixelt werden.

Und jetzt?

Nach dem ersten Start habe ich gleich einmal mittels “SPLORE” den internen Spielebrowser gestartet – eine einfache Möglichkeit in der großen Online-Bibliothek herum zu stöbern. Interessant ist, dass der Quellcode von jedem Spiel eingesehen werden kann. Somit kann man sich nicht nur inspirieren lassen, sondern kann auch gleich die Umsetzung abkupfern. Theoretisch, denn im Moment kann ich nicht wirklich viel vom Quellcode interpretieren, aber das kommt schon noch – hoffentlich 😉

 

Derzeit habe ich es geschafft, den Bildschirminhalt zu löschen, kann einfachen Text ausgeben und habe auch noch eine FOR-Schleife zusammengebracht. Allerdings wars das dann auch schon wieder, also werde ich wohl noch einige Tutorials studieren müssen, um eine Interaktion ins Programm zu bringen.

Fazit

Mein erster Eindruck von Pico-8 ist schon mal positiv. Ob die Sprache leicht zu lernen ist und die Einschränkungen der Spielgröße problematisch sein können, wird die Zukunft zeigen. Noch ist Pico-8 zusammen mit Voxatron (die Weiterentwicklung von Pico-8) um 20 Dollar erhältlich, da ist nicht gar so viel verloren, sollte ich das Interesse verlieren. Wenn ich merkbare Fortschritte gemacht und mehr Erfahrung gesammelt habe, folgt sicherlich eine Fortsetzung des Berichtes. Bis dort hin werde ich wohl viel Zeit vor dem Editor und auch Youtube verbringen…

Bildschirmfoto 2017-11-30 um 23.19.55

Über den Autor

Retrogamer, Kind der 80er und Vater, der alle Hände damit zu tun hat seinen Kindern klar zu machen, dass nicht alles Alte schlecht ist, sich Trends immer wiederholen und es auch seine Vorteile hat, älter als das Internet zu sein ;-)

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